Freitag, 13. August 2010

Neue textlastige Geschichten von unterwegs...

so langsam neigt sich die Reise nun WIRKLICH dem Ende zu....

der Post hier kommt nun schon aus Charleston, wo ich seit gestern Abend sitze, und nun eigentlich nur mehr drauf warte, dass ich auf mein Schiff kann....

den Abschiedsschmerz von Canada hab ich inzwischen auch schon fast ein bisschen verdaut, wobei die letzten Tage eh nicht viel Zeit dafuer blieb. Ein grosser "Dank" geht da an mein Gepaeck, dass inzwischen so schwer ist, dass ich es kaum mehr tragen mag (5 Minuten huegelaufwaerts zum Oeffis-Bus in Montreal haben gelangt, um mich fuehlen und schwitzen zu lassen, als waer ich grad auf den Pfeaender gerannt bei 30Grad) und vor allem an die MItarbeiterInnen von Greyhound, die dafuer gesorgt haben, dass ich gedanklich viel mehr mit anderen Dingen beschaeftig war, als mit meinem Abschied aus Canada...

was zb vor 2 Tagen am Busbahnhof Montreal anfing, als ich mein Ticket holen wollte fuer die Fahrt gen Sueden, alles toll im Internet rausgefunden habe, wie ich reisen kann und werde, und mir die Dame am Schalter dann sagte, dass es diese Verbindung nicht gaebe...stattdessen nur 1 andere pro Tag und da sei der Bus schon vor ein paar Stunden losgefahren. Naaaa toll.....hatten nun 2 Moeglichkeiten: 1. megadramatisch in Traenen auszubrechen und den ganzen Busbahnhof aufzuschrecken, oder 2. mich dafuer zu entscheiden, einfach trotzdem den Bus nach NY zu nehmen, den es durchaus gegeben hat, und mich an die Hoffnung zu klammern, dass die Frau ja KEINE Ahnung hat, bzw ihr Computersystem, und stattdessen das Internet sicher doch Recht hat und ich mich einfach in NY selber nach der Weiterfahrt erkundigen werde

die naechste Stunde im Bus hab ich dann damit verbracht, leicht unruhig wegen dem Grenzuebertritt zu sein, nicht, dass da jemand von den Behoerden noch auf die Idee kaeme, mein Gepaeck durchsehen zu wollen, dass mich so viel Zeit gekostet hat, es halbwegs so zu schichten, dass alles reinpasst und halbwegs gut zu transportieren ist. (hahaha, da muss ich grad selber lachen....) Stattdessen kam dann aba die Ueberraschung, dass es geheissen hat, wir sollen das ganze Gepaeck im Bus lassen und nur unsere Dokumente mitnehmen. Als wir spaeter wieder beim Bus waren, wusste ich warum - unser Handgepaeck war deutlich wo anders, als wir es gelassen hatten, es hat also durchaus jemand durchsucht, und zT waren die Koffer von untem aus dem Bus nun VOR dem Bus, also da ging auch jemand durch. aba Nachfragen oder Beanstandungen gab es keine, also warst mir recht egal.

Mein Gespraech mit der Zollbeamtin war dann auch viel weniger schreckhaft als angekommen. Die war noch seeehr jung (ich komm mir langsam SO alt vor...) und zeigte sich sehr neugierig und beeindruckt bzgl meiner Reise und Couchsurfing und allem. wobei natuerli die Frage ist, inwieweit ihre Neugier beruflich war oder privat, aber mir schien schon so, als war ein Grossteil ihre persoenliche Neugier

wieder im Bus hab ich mich dann weiterhin damit beschaeftigt, wie es wohl mit meiner Weiterfahrt aussieht und um das ganze etwas abzukuerzen: schlussendlich gab es meine Verbindung mehr oder weniger GENAUSO, wie ich es im Internet rausgefunden habe, mit der einzigen Aenderung, dass die Ankunftszeit in Charelston 1h spaeter war als im Internet, und die ganze Aufregung war also umsonst.

was mich trotzdem nachdenklich stimmt, wieso das Internet diese Verbindung kennt, aba nicht das Computersystem von Greyhound in Montreal...wobei es mir auf diese Weise lieber ist, v.a. wenn ich an meine letztjaehrigen Erfahrungen mit italienischen Zuegen denke, die es zwar im Internet UND in den Computersystemen der Bahnhoefe gab, und sogar an den Bahnhoefen selber angeschrieben waren, aba schlussendlich dann nicht wirklich existierten

aufjedenfall hat also mit der Herfahrt soweit alles bestens bzgl der Verbindung geklappt und ich bin sehr sehr froh, dass es wohl der letzte Trip war. Dankenswerterweise hat naemlich einer der Greyhoundmitarbeiter mein Gepaeck mal wieder aeusserst liebenswert behandelt und mitten ins Nasse gelegt, als er es aus dem Bus geholt hat. Ich verlang ja wirkli nicht, dass sie das Zeug wie Porzellan in der Gegend rumtragen, aber es waere doch wirkli nicht zu viel verlangt, es NICHT rumzuschleudern wie einen Baseball und zu schauen, wo du es ablegst....

andere dankenswerte Greyhoundgeschichten: der Fastunfall auf dem Herweg, als wir von einem Truck geschnitten wurden; zumindest laut der Version vom Busfahrer, weil die Vorgeschichte selber hab ich nicht mitbekommen - da hab ich grad versucht zu schlafen, soweit das in dem beschraenkten Raum moeglich war; ich wurde aufjedenfall aufgeschreckt durch das ploetzliche Bremsmanoever...

und aussadem bin ich inzwischen "allergisch" gegen die ganzen Leut im Bus - staendig hoert jemand Musik, als waer er oder sie taub, oder bruellt in ein Telephon, oder liegt halb auf dir droben, oder du bist eingeklemmt in den Miniraum, den es in manchen Buessen gibt...

auf dem Schiff werde ich wenigstens hoffentli genug Platz haben :) und kein nerviges Telephonklingeln!! Und keine lauten MusikhoererInnen...ha, das wird fein werden!

und gaaanz viel schlafen! das kann ich inzwischen hier naemli auch fast nuemma. obwohl - diese Nacht war eh ok, aba in meiner letzten in Montreal wollte mich sogar jemand umbringen! Sehr dramatisch

Tja, und JETZ bin ich also in Charleston! Was vielleicht eine ganz nette Stadt ist, aber ich hab noch nicht sooo viel gesehen, weil es mir viel zu heiss und luftfeucht ist, um mich da auch nur 1 Minute zu lang draussen aufzuhalten....aber das, was ich gesehen habe, ist eigentli tatsaechlich ganz schoen. und genau so, wie ich mir die Suedstaaten vorgestellt hab. Die typischen Saeulenhaeuser und so. Und auf der Herfahrt zb lange nix und dann nix ausser eine Kirche...oder Schilder, die nun nicht mehr vor Elchen warnen sondern auf Pferde hinweisen....grad dass der Cowboy noch fehlt!

wurde heut von Michael, dem Mitbewohner von Lisa, meiner CS-Host, aklae rumgefuehrt, und am Mittag waren wir dann zu dritt essen und das allerinterssanteste ist bisher die Autorumfahrerei....das ganze naemlich in einem Leichenwagen! HU! Lisa faehrt seit ewigen Zeiten nur mehr ebensolche Waegen, weil sie so praktisch viel Platz haben, und ich kann bestaetigen, dass das stimmt....; besonders unterhaltsam ist das ganze dann, wenn Michael hinten sitzt und den Leuten, die ehrfuerchtig auf das Auto blicken, aus dem Rueckfenster zuwinkt

HAHAHA

ok, ich glaub, das war jetz genug Geschichtenerzaehlung; wir gehen ausserdem bald mal aus dem Haus - an einen Beach etwas ausserhalb von downtown, wo Freunde von Lisa Musik machen; aber ich melde mich wohl vor der Abfahrt noch mal und ich arbeite noch dran, ein paar Photos auf den Blog zu stellen, Internet oder Digicam, wir werden sehen....

und fuers Schiff gilt weiterhin im uebrigen voraussichtliche Abfahrt Samstag!

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